Aktuelles

Der Kreisverband gratuliert der ersten Streuobstwiesenpädagogin in Niederbayern

alt

Vergangenen Donnerstag lud die Vorstandschaft des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege zu einer Arbeitssitzung ein, in der Manuela Lorenz aus Hagenau zur Zertifizierung als Streuobstwiesenpädagogin gratuliert wurde. Sie hatte dazu einiges auf sich genommen, denn die Ausbildung wird bisher in Bayern noch nicht angeboten. So musste sie den Kurs in Baden-Württemberg besuchen. In Oberbayern hat sie bereits Kolleginnen, aber in Niederbayern ist sie die Erste, die sich zertifizieren ließ.

Der Vorsitzende des Kreisverbandes Franz Aster überreichte dazu einen Geschenkkorb und bedankte sich für das aufgebrachte Engagement. Dem Kreisfachberater Andreas Kinateder ist der pädagogische Teil der Ausbildung besonders wichtig. Man hat mit Manuela Lorenz nun im Landkreis eine geschulte Projektpartnerin, mit der man Aktionen mit Kindern und Jugendlichen für Unterrichtsmodule im schulischen Bereich, aber auch individuell für Vereinsaktivitäten durchführen kann. Streuobstwiesen sind ein ganz besonderer Lebensraum, der von großen Obstbäumen geprägt ist. Wenn wir keine Leute mehr finden, die sich dafür einsetzen, gehen diese Lebensräume, aber auch das wertvolle Obst verloren das dort wächst. Bewusste Ernährung mit Produkten aus der Region ist gesund und immer mehr gefragt. Verbraucher hinterfragen weltweiten Warenhandel bei Lebensmitteln. Obst und Säfte, z.B. von Streuobstwiesen aus dem Landkreis, sind ein Baustein gesunder Ernährung.

Kinateders Wunsch wäre es, dass die Schulen Streuobstwiesen mit einem dafür speziell ausgebildeten Führer besuchen würden und so bereits den Kindern die oft unterschätzte Wichtigkeit dieses Lebensraums nahegebracht werden könnte. Streuobstpädagogen sind dafür geschult, das Interesse verschiedener Altersgruppen rund um das Thema zu wecken. So könnte durch Aktivitäten rund ums Jahr mehr Achtsamkeit und Verantwortungsbewusstsein entstehen und man müsste sich um den Fortbestand der Obstwiesen keine Sorgen machen. Manuela Lorenz bedankte sich für die Gratulationen zur bestandenen Prüfung, die ziemlich anspruchsvoll gewesen war und berichtete, was sie motivierte, diesen Lehrgang zu besuchen: “Wie schon erwähnt, ist die Streuobstwiese ein Naturstandort, der neben dem wirtschaftlichen Nutzen für den Menschen auch hohe Bedeutung für unsere Tier- und Pflanzenwelt hat. Die Streuobstwiese ist ein Lebensbereich, der zwischen Wald und Wiese changiert. So finden hier viele unterschiedliche Tier- und Pflanzenarten Heimat und Nahrung. Sie ist ein in sich funktionierendes Biotop, das durch die Nutzung des Menschen entstanden ist, jedoch mit der Ausnutzung und Ausbeutung der Natur nichts gemein hat. Hier finden Geben und Nehmen noch im Einklang statt. So würde z.B. die Wiese ohne die Mahd verbuschen oder wie jetzt häufig üblich, durch nur mähen, ohne das Heu zu ernten, zu viel Schnittgut den Boden überdüngen und viele Kräuter-und Wiesenblumen verschwinden.

Ich wollte zuerst nur an einem kürzeren Fortbildungslehrgang teilnehmen, habe aber dann gesehen, dass das Thema Streuobst sehr viel komplexer ist, als man zuerst annimmt. So habe ich mich trotz der höheren Kosten, die ich zu tragen hatte, sowie des höheren Zeitaufwands dazu entschlossen, im Raum Stuttgart einen wirklich umfassenden Kurs zu besuchen, der auch von staatlichen Stellen zertifiziert ist. In Baden-Württemberg wird diesem Thema wesentlich mehr Bedeutung zugemessen als bei uns, so fördern dortige Landkreise nicht nur die Ausbildung, sondern unterstützen auch Projekte an Schulen organisatorisch und finanziell. Ich würde mir wünschen, dass dies auch bei uns im niederbayerischen Raum stärker erfolgt.“ Die frischgebackene Streuobstpädagogin bedankte sich abschließend bei der Vorstandschaft für das Geschenk und gab der Hoffnung Ausdruck, ihr neu erworbenes Wissen möglichst bald einsetzen zu können.

 

Gartenkurs für Gartenbauvereinsmitlieder abgehalten

Ettling, 17.11.18.
Unsere Gärten sollen Spaß machen. Spaß macht das Garteln wenn wir mit dem Gemüse- und Obstanbau im eigenen Garten Erfolge erzielen oder uns ein schön gestalteter Garten übers ganze Jahr Freude bereitet. Um erfolgreich zu sein, muss man sich Gartenwissen aneignen. Dazu fand am Samstag Vormittag wieder ein Kurs für Mitglieder aus Gartenbauvereinen in Leebs Dorfstubn in Ettling statt.

Kreisfachberater Andreas Kinateder lud zu drei Vorträgen zu den Themen Pflanzenkunde, biologischer Pflanzenschutz, sowie „die größten Gartensünden“ von den Kreisfachberatern aus Straubing und Deggendorf sowie Alois Schrögmeier ein und konnte dazu viele Interessierte begrüßen. Nächstes Jahr werden die Schnitt- und Veredelungskurse für Obstbäume zusätzlich mit einem Veredelungskurs für Rosen und einem Floristikkurs ergänzt.


 

Frühlingsblüher für Mensch und Natur - Erstes Bunt für Auge und Insektenrüssel

Mamming. Zum Auftakt der Aktion „Frühlingsblüher für Mensch und Natur - Erstes Bunt für Auge und Insektenrüssel“ war den Verantwortlichen schönstes, fast frühlingshaftes Wetter gegeben, passend zum Projekt, das am Freitag beim Kindergarten mit Kinderkrippe St. Wolfgang in Mamming gestartet wurde. Während die Erwachsenen „das Offizielle“ erledigten, warteten die Mini-Gartler schon darauf endlich mit der praktischen Arbeit beginnen zu können.

Bild: Zum Startschuss der Aktion „Frühlingsblüher für Mensch und Natur“ kamen Direktor Walter Strohmaier, Landrat Heinrich Trapp, Pressesprecher Robert Elsberger, Andreas Kinateder sowie Elisabeth Haslbeck und Margit Günzkofer vom OGV Mamming zum Kindergarten St. Wolfgang mit Leiterin Sabine Schuder mit den Erzieherinnen, Pfarrer Thomas Gleißner und Bürgermeister Georg Eberl.

Die Aktion „Frühlingsblüher“ wird in Kooperation des Kreisverbandes der Obst- und Gartenbauvereine und der Sparkasse Niederbayern-Mitte getragen. „Sie Sparkassenstiftung unterstützt die Aktion 'Frühlingsblüher' aus vollem Herzen – und mit voller Geldbörse“, sagte Direktor Walter Strohmaier von der Sparkasse Niederbayern-Mitte. 5.000 Euro übergab Direktor Strohmaier im Namen der Stiftung an Andreas Kinateder, Kreisfachberater und Geschäftsführer des Kreisverbands der Obst- und Gartenbauvereine. „40 haben sich ja schon angemeldet, vielleicht machen die anderen auch noch mit“, fügte Direktor Strohmaier hinzu. „Wir sehen das auch als Wertschätzung für die tolle Arbeit, die von den Gartenbauvereinen geleistet wird.“ Bürgermeister Josef Eberl freute sich, dass Mamming als Startpunkt ausgewählt wurde. „Hoffen wir, dass die Kinder lernen mit der Natur umzugehen.“ Sein Dank galt der Sparkasse Niederbayern-Mitte für die Unterstützung der Aktion und dem Obst- und Gartenbauverein für die Ausführung.

„Von Seiten der Obst- und Gartenbauvereine versuchen wir uns um die Natur zu kümmern“, sagte er. Was bisher noch nicht geschehen war, den Spätwinter und den Vorfrühling blühend zu gestalten und damit den Insekten das erste Nahrungsangebot zu ermöglichen, wird mit der Aktion „Frühlingsblüher“ nun ermöglicht. Die Blumenzwiebelpakete mit Hyazinthen, Krokussen, Schneeglöckchen blühen früh. Diese Blumenzwiebeln sollen mit den Kindern in den Kindergärten oder Grundschulen noch im Herbst 2018 gesteckt werden, wobei die Pflanzung mit dem jeweiligen Gartenbauverein Voraussetzung ist, damit ein Erfolg dieser Aktion gewährleistet ist. Einen Tipp gab der Kreisfachberater noch dazu: die Blumenzwiebellöcher mit Brechstange oder Setzstange setzen.

Das wurde dann auch gleich in die Tat umgesetzt: Elisabeth Haslbeck und Margit Günzkofer vom OGV Mamming wiesen die Kinder ein, klopften mit Stangen Löcher in die Erde und zeigten den Mini-Gartlern, wo und wie sie die Blumenzwiebeln pflanzen sollten. Im Frühjahr sollen alle Teilnehmer das Ergebnis ihrer Anpflanzung fotografieren. Die Fotos sollen an den Kreisverband weitergeleitet werden. Gemeinsam mit der Sparkasse Niederbayern-Mitte wird soll eine Fotoausstellung der „Frühlingsblüher“ organisiert.


 

Kreisfachberater bilden Gartenpfleger aus


 

Streubostwettbewerb


 

Infos für erfolgreichen Gemüseanbau im Garten

alt

 

Gartenpfleger-Treffen 2017

Alte und neue Sorten gleichermaßen im Blickfeld der Gartenbauvereine


Der Kreisverband für Gartenkultur und Landespflege Dingolfing – Landau lud am 8. November die Obstbauinteressierten zum alljährlichen Gartenpfleger-Treffen nach Aiglkofen zur Arbeitsbesprechung ein. Arbeitskreisleiter Roland Girnghuber und Kreisfachberater Andreas Kinateder konnten an die 70 Teilnehmer begrüßen.

Kinateder stellte den einwöchigen Kurs für Streuobstpflege in der LVFZ Kringell mit hochkarätigen Referenten der Landesanstalt für Landwirtschaft, der Landesanstalt für Wein und Gartenbau sowie erwerbsmäßigen Betreibern von Streuobstwiesen vor. Der Kurs mit hohem Praxisbezug, welcher jährlich stattfindet, ist sehr empfehlenswert. Nächster Tagesordnungspunkt war die Vorstellung von Geräten und Maschinen zur Obstauflese.

Roland Girnghuber berichtete über das Obstjahr 2017. Während letztes Jahr noch gut startete führte die Hitzeperiode im Verlauf dann zu Problemen führte, machte dieses Jahr der Spätfrost um den 18. und 19. April vieles zunichte, sodass der Ertrag heuer recht gering war. Etliche neue zukunftsträchtige Sorten wurden vorgestellt, von manchen aber auch abgeraten. Anschließend wurde die Sorte Weirouge vorgestellt. Einen Baum dieser Sorte erhält im Frühjahr jeder Ortsverein zur Förderung der Obstbaukultur und Verschönerung der Landschaft. Es handelt sich dabei um einen rötlich blühenden und rotfleischigen Apfel. Besonders interessant ist diese Sorte zur Verarbeitung in der Küche, da das Fruchtfleisch auch nach der Verarbeitung rot bleibt. Auch rote Apfelchips oder roter Saft sind mit dieser Sorte möglich. Weiter stellte Girnghuber Schutzsäckchen für Weintrauben vor. Diese Organzasäckchen sind wiederverwendbar und in unterschiedlichen Größen lieferbar. Sie schließen nur die Traube ein und halten Vögel oder Wespen fern.

Der Referent Jürgen Pompe, Streuobstwiesenbetreiber, Lohnmoster und Pomologe aus Neufahrn stellte anhand eines Vortrages und einer kleinen Obstausstellung ein Sortiment alter, empfehlenswerter Apfelsorten vor, welche auch verkostet wurden. Auf die Frage, an was man einen „allergenen Apfel“ erkennt empfahl er, einen Apfel anzuschneiden. Verfärbt sich dieser bald braun, kann er für Allergiker bekömmlicher sein. In etlichen der Neuzüchtungen wurde das Verbraunen herausgezüchtet. Es wird vermutet, dass Polyphenol die allergenen Stoffe im Apfel unschädlich macht. Äpfel mit hohem Polyphenolgehalt verbraunen beim Anschneiden schneller. Beim makellosen Apfel sind solche Eigenschaften unerwünscht und so enthalten viele für den Verkauf gezüchteten Sorten weniger Polyphenole als ältere Sorten. Als neuere, robuste Züchtung mit regelmäßigem Ertrag empfiehlt Pompe für Allergiker die Sorte „Santana“. Die sogenannte Alternanz, ein Manko das fast allen alten Sorten anhaftet bedeutet, dass ein Baum nur alle zwei Jahre trägt. Dann aber besonders stark.

Im Anschluss am Pompes Ausführungen warb Kinateder bei den Anwesenden in deren Vereinen weitere Mitglieder für die Teilnahme an Gartenpflegerkursen zu motivieren.

1. Vorsitzender des Bezirksverbandes Michael Weidner stellte die Termine zu den Kursen im Frühjahr 2018 vor. Der 3-tägige Grundkurs Ende Februar deckt mit Vorträgen und Praxiskursen zu Themenbereichen wie der Anlage des Gartens, der fachgerechten Düngung, über Obst- und Gemüsebau bis zur Pflanzenkunde- und verwendung eine große Bandbreite ab während ein Spezialkurs sich drei Tage rein mit dem Obstbau im Hausgarten beschäftigt. Die Kurse sind besonders empfehlenswert für interessierte Mitglieder der Vereine die sich weiterbilden wollen. Mitglieder aus den Gartenbauvereinen können sich ab jetzt über die Vorsitzenden der Vereine bei der Kreisfachberatung am Landratsamt für die Gartenpflegerkurse anmelden.

 

Der beste Most kommt heuer aus Landau

Aus 17 Mostproben hat die Jury am Samstag den besten Most des Landkreises Dingolfing-Landau ausgewählt: Dionys Härtl produzierte das wohlschmeckendste Getränk.

alt


Weiterlesen...

 

Den Lebensraum Wasser entdecken mit der Wasserkiste

alt

Weiterlesen...

 

Besuch der Gärtnerei Blumenzauber in Mamming

Zum exklusiven „Tag der offenen Gärtnerei“ lud am 20. April die Gärtnerei Blumenzauber die Gartenbauvereine des Landkreises ein. Viele der 53 Ortsvereine waren mit insgesamt 120 Besuchern vertreten.

Andreas Kinateder überreichte ein Präsent im Namen der Besucher


Weiterlesen...

 
Weitere Beiträge...