Am Montagabend hatte der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Dingolfing-Landau e.V. mit dem Schwerpunkt „Jugendförderung“ in den Pfarrsaal Pilsting geladen. „Wege in die Natur – mit der Natur – für die Natur“ war das Motto der Kreisjugendversammlung der Arbeitsgemeinschaft der Kinder- und Jugendgruppen. Geladen waren Vorsitzende, Jugendbeauftragte und Interessierte der Ortsvereine zum Erfahrungsaustausch. „Wenn man etwas organisiert gibt es eigentlich keinen besseren und schöneren Dank, als wenn viele Leute kommen“, sagte Anton Radspieler, Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins Pilsting. Es waren etwa doppelt so viele Interessenten gekommen, als angemeldet – was das Organisationsteam kurzfristig vor eine Herausforderung gestellt hatte.

Kreisjugendsprecherin Manuela Lorenz stellte im Laufe des Abends das Projekt „Kreisjugendfahrt nach Massing“ im April letzten Jahres vor. Rund 100 Kinder hatten an der Kreisjugendfahrt teilgenommen. Unter anderem wurde das Bauernhofmuseum besichtigt. Den Kindern wurde beispielsweise erklärt, dass die Kinder „damals“ Kilometerweit in die Schule hatten laufen und auch schon am Hof mitarbeiten müssen. „Die Kinder waren erstaunt, was die Kinder damals haben leisten müssen“, erzählte Lorenz. Begeistert hatten sich die Kinder von den Tieren am „Koch-Hof“ gezeigt. Natürlich waren auch Spiele teil des Programms. Das Kegeln sei gut angekommen, aber auch die „alte“ Spiele, beispielsweise mit Holzreifen. „Wenn ihr sowas vor habt“, sagte sie mit Blick auf die Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendring, „dann kann ich euch das nur empfehlen.“ Auch dieses Jahr werde man wieder nach Massing fahren, sagte Kreisfachberater Andreas Kinateder. Kinder, die im letzten Jahr bereits sich angemeldet und keinen Platz mehr bekommen haben, sind natürlich mit an Bord. Viele Plätze, so Kinateder, seien nicht mehr frei. „Wir wollen das auch zukünftig versuchen sowas jedes Jahr anzubieten“, sagte er. Es sei sehr schön gewesen, dass die Kinder aus unterschiedlichen Gruppen zusammen gekommen sind.

Der nächste Punkt der Tagesordnung betraf die einmalige Förderung durch den Bezirksverband. Kreisverbände mit vorbildlicher Kinder- und Jugendarbeit sollen ab diesem Jahr mit einer Fördersumme von 1000 Euro vom Bezirksverband gefördert werden. Beim Erfahrungsaustausch sprach Roland Girnghuber, stellvertretender Kreisverbandsvorsitzender über den Verein für Gartenbau und Landespflege Griesbach, dessen Vorsitzender er ist. „Unser Verein ist, das darf ich voller stolz zugeben, ist einer der mitgliederstärksten Vereine im ganzen Landkreis.“ Das sei ein Verdienst der Jugend- und Kinderarbeit, den guten Konditionen für eine komplette Familie und den zahlreichen und unterschiedlichen Veranstaltungen.

Die intensive Kinder-, Jugend-, und Familienarbeit sei zu einem „Selbstläufer“ geworden. „Unser Ziel ist, dass wir die Jugend heran führen, dass – wenn sie selbst eine Familie gründen – schon einen Sinn für die Natur, für den Garten und den Verein haben und wieder dazu kommen“, betonte er. „Unser Anliegen und unsere Aufgabe ist in der Richtung was zu tun“, sagte er in Hinblick auf die Generation „Stubenhocker“. Mit Projekten und Jugendarbeit sei man auf einem guten Weg. „Man sieht, dass das gut ankommt in Kinder und Jugendgruppen“, so Kinateder. „Das ist ein ganz wichtiges Standbein in unserem Obst- und Gartenbauvereinen geworden.“ Das trage auch Sorge dafür, dass die Vereine Zukunft haben.Michael Weidner, Vorsitzender des Bezirksverbandes, appellierte an die Mitglieder: „Überwinden Sie die Hürden der Bürokratie“, sagte er in Hinblick auf die Förderungen. „Setzen Sie sich hin, es lohnt sich!“.

Die diesjährige Bezirksversammlung wird in Essenbach stattfinden. Eine Jugendgruppe soll aus jedem Kreisverband eingeladen werden. „Wir wollen, dass sie sich dort präsentieren“, sagte er. Ob das ein Singstück ist, oder ihre „Arbeit“ im Verein zeigen. „Es würde mich freuen, wenn sie ihre Jugendarbeit fortsetzen“, betonte er. „Glauben sie mir, auch wenn Sie klein anfangen müssen, das steigert sich. Die Kinder freuen sich und auch Sie werden Freude haben.“

v.l. Anton Radspieler, Andreas Kinateder, Manuela Lorenz, Michael Trapp, Michael Weidner und Roland Girnghuber