Zur Kreisjugendversammlung lud der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Dingolfing-Landau e.V. in den Pfarrsaal nach Frontenhausen ein, wo auch der Kreisverbandsvorsitzende Franz Aster die Begrüßung vornahm. Besonders begrüßte er die Vertreter der Vereine „ihr seid das wichtigste überhaupt, ohne Euch würde es nicht gehen“. Sie seien die Aushängeschilder in den Orten und leisten wertvolle Arbeit zum Wohle der Kinder. Einen weiteren Gruß richtete er an die Kreisjugendsprecherin Manuela Lorenz sowie an Kreisfachberater Andreas Kinateder.



Die Kreisjugendsprecherin Manuela Lorenz stellte anschließend die Kreisjugendfahrt, welche am 6. Mai stattfindet, näher vor. Die Fahrt führt nach Ringelai ins Keltendorf Gabreta bei Grafenau. Es handelt sich dabei um das einzige Keltendorf des bayerischen Waldes und macht allerhand Geschichte „greifbar“. Es wird zu verschiedenen Mitmachaktionen eingeladen und so können die Kinder den Alltag der vorrömischen Eisenzeit hautnah erleben. Neben Schmuckbasteln steht auch das Bogenschießen auf dem Programm. Außerdem können alle Bereiche des keltischen Lebens ausprobiert werden. Und am Ende der Fahrt steht noch eine Schatzsuche auf dem Programm.
Weiter informierte die Sprecherin, dass eine sogenannte „Wassererlebniskiste“ beim Kreisverband ausgeliehen werden könne. Darin wird dem Nachwuchs spielerisch viel Wissen zum Thema Wasser mitgeteilt. Die Kiste könne im Freien genutzt werden und die praktischen Materialien laden zum Experimentieren und Ausprobieren ein. Außerdem liegt der Kiste ein Leitfaden mit vielen Anregungen über verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten bei.
Kreisfachberater Andreas Kinateder hielt Rückblick auf den durchgeführten Jugendwettbewerb und hatte dazu eine entsprechende Bilderpräsentation mitgebracht. Es hatten sich zahlreiche Jugendgruppen beteiligt und ihrer Fantasie freien Lauf gelassen. Insgesamt dürfe man von einem großen Erfolg versprechen,
In 2018 wird ein landesweiter Kinder- und Jugendwettbewerb mit dem Thema „Streuobst-Vielfalt – Beiß rein!“ stattfinden. Gegenstand des Wettbewerbes ist es, Streuobstwiesen als wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten ins Gedächtnis zu rufen. Es handelt sich hierbei um wunderschöne, prägende Landschaftselemente, welche noch dazu von enormer und vielfältiger Bedeutung sind. Ziel sei es, den Kindern den Wert der Streuobstwiesen verständlich, erleb- und begreifbar zu machen und junge Menschen für altes Wissen zu begeistern. Am 20. Mai wird ein entsprechender Aktionstag auf einer Streuobstwiese mit einer Streuobstpädagogin stattfinden, bei dem sich die Vereine Anregungen und Tipps holen können.
Weiter informierte der Kreisfachberater über die Kinder- und Jugendförderung in den Vereinen. Schwerpunkt der Arbeit in den Gartenbauvereinen ist unter anderem das Heranführen von Kindern und Jugendlichen an die Natur. Auf spielerische Art und Weise wird dabei Wissen um die Vorgänge in der Natur vermittelt. Nur so könne ein Verantwortungsbewusstsein in der nachwachsenden Generation entstehen, denn nur was der Mensch kennt, ist er bereit zu schützen. Der Bezirksverband unterstützt in dieser Sache den Besuch verschiedener Einrichtungen.




Im Anschluss gehörte die volle Aufmerksamkeit dem Referenten des Tages, nämlich Thomas Janscheck - Dipl.-Ing. Gartenbau und Landschaftsgärtner. Er ist vielerorts bekannt als Referent und durch seine Aktionen und Teilnahme bei Fernsehsendungen zu Natur- und Gartenpädagogik. „Kinder wollen nicht so viel wissen, sondern erleben!“ – damit leitete er über zu seinem Vortrag, indem er aufzeigte, wie die Gartenbauvereine ihre Jugendarbeit bereichern können. Kinder müsse man für die Natur begeistern und das Gärtnern erlebnisorientiert verpacken. Innerhalb der urbanen Lebenswelten ist der Zugang zur Natur, der Umgang mit Pflanzen und des Erspüren des jahreszeitlichen Rhythmus einem großen Anteil der Kinder verwehrt. Ein Projektgarten in Schulen, Kindergärten oder einer Kindergruppe im Gartenbauverein hat daher nicht das Ziel als „Pflanzenproduktionsstätte“ wahrgenommen zu werden. Vielmehr gehe es darum einen Ort der „Stille“ und „Verlässlichen Präsenz“ innerhalb oder sogar außerhalb des Schulareals zu installieren. Überdies vermittelt und trainiert ein integrierter Garten- und Naturraum den Zugang zur eigenen Natürlichkeit, Achtsamkeit im Umgang mit der Mitwelt, ganzheitliche Wahrnehmungsfähigkeit mit allen Sinnen, Förderung der Kreativität und Phantasie aber auch die Stärkung der selbstschöpferischen Kräfte. Er zeigte verschiedene praktische Beispiele auf, wie das Beispiel der Ringelblume ein Halbjahresprojekt in verschiedenen kleinen Bausteinen oder auch einen „Gemüsenachmittag“. Und dass es mit Gesang alles leichter geht, zeigte er auf, indem er mit seiner Zither aufspielte und alle zum Mitsingen einlud.

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Der Referent sowie die Gastgeberin erhielten ein Präsent.