Infos für erfolgreichen Gemüseanbau im Garten

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Mostwettbewerb in Landau


 

Jahreshauptversammlung 2018 mit Neuwahlen

Ein straffes Programm bewältigte der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Dingolfing – Landau e. V. jüngst bei der Kreisverbandsversammlung. Franz Aster wurde bei den Neuwahlen als erster Vorsitzender bestätigt. Als Stellvertreterin beerbte Hildegard Hammerer den langjährigen zweiten Vorsitzenden Roland Girnghuber. Gottfried Brandner, bisher dritter Vorsitzender, wird künftig als Beisitzer im Gremium sitzen und sein bisheriges Amt übernimmt Harry Detterbeck. Grußworte sprachen Landrat Heinrich Trapp, Wallersdorfs Bürgermeister Ottmar Hirschbichler und Bezirksvorsitzender Michael Weidner. Das Gartenjahr 2018 lässt mit Weiterbildungen oder Wettbewerben keine Langeweile aufkommen.



Erster Vorsitzender Franz Aster freute sich über den guten Besuch und Leebs Dorfstub´n war bis auf den letzten Platz besetzt. Aus den 53 Ortsvereinen hieß er stellvertretend die örtliche Vorsitzende aus Ettling Doris Wagner willkommen. Weiter begrüßte er Landrat Heinrich Trapp, Bürgermeister Ottmar Hirschbichler, Ehrenvorsitzenden Alois Schrögmeier und Bezirksvorsitzenden Michael Weidner. Bilder vom Tag der offenen Gartentüre in Pilsting sahen die Gartler während die Brotzeit serviert wurde.

Landrat Heinrich Trapp spannte den Bogen vom heimischen Garten der Mitglieder bis in den Landkreis hinein, denn mit ihrer Arbeit unterstützen sie den Auftrag des Landkreises für eine lebenswerte Umwelt, Wohn- und Gartenkultur. Mit Andreas Kinateder, Kreisfachberater und Franz Aster als Vorsitzender, seien die Gartler gut aufgestellt. Er dankte der Vorstandschaft, die sich für die Lebensqualität einsetzt und honorierte die Jugendarbeit. Bürgermeister Ottmar Hirschbichler hob unter den 70 Vereinen in der Großgemeinde die Gartenbauvereine (Altenbuch, Haidlfing-Haidenkofen-See, Ettling, Wallersdorf) heraus und sagte, dass statistisch gesehen jeder achte Bürger in einem der vier Vereine Mitglied sei. Die Antwort für den Zulauf fand er in einem chinesischen Sprichwort: Wer einen Tag lang glücklich sein will, der betrinke sich. Wer ein Jahr glücklich sein will,
der heirate. Wer ein Leben lang glücklich sein will, der werde Gärtner.“ Bezirksvorsitzender Michael Weidner lobte die Arbeit der elf Jugendgruppen, der Kreis sei auf einem sehr guten Weg.


Vereine mit dem stärksten Mitgliederzuwachs, die Zahlen wurden prozentual zur Steigerung berechnet der Fairness gegenüber kleineren Vereinen, ehrte Franz Aster. Geschenke gab es für die Vorsitzenden Pilsting mit Anton Radspieler, Hagenau mit Robert Lorenz, Hüttenkofen mit Josef Gallrapp, Teisbach mit Herbert Rentz, Exing mit Michael Holzmann und Rimbach mit Tanja Amann. In zwei Ortsvereinen wurden neue Vorsitzende gewählt. Franz Aster stellte die beiden kurz vor und überreichte ein Präsent an Marielle Brunner (Zeholfing) und Maria Schindlbeck (Marklkofen). Für den erfolgreichen Tag der offenen Gartentür in Pilsting erhielt Anton Radspieler eine Orchidee.

Mit dem Tätigkeitsbericht erinnerte Franz Aster an das vergangene Jahr. Der Kreisverband zählt 9619 Mitglieder, was bedeutet, dass rund jeder zehnte im Landkreis einem Gartenbauverein angehört und der Kreisverband im Bezirk Spitzenreiter ist. Die drei stärksten Vereine sind Weichshofen (494), Mamming (436) und Simbach (415), dicht gefolgt von Wallersdorf (405). Verantwortungsbewusstsein gegenüber Natur und Umwelt vermittelte man unter anderem mit dem Aufruf nach dem größten und ältesten Obst. Über 80 Baumbesitzer meldeten sich. Bei der Kreisjugendversammlung informierten Manuela Lorenz und Andreas Kinateder über den bevorstehenden Wettbewerb 2018 und Thomas Janschek hielt einen Fachvortrag „Kinder für die Natur begeistern.“ Im März wurde an die Ortsvereine der Zwetschgenbaum „Hermann“ ausgegeben. Im April führte eine Fahrt zur Messe „Blühendes Österreich. In Mamming lud die Gärtnerei Blumenzauber zur Besichtigung ein. Einen erlebnisreichen Tag verbrachten die Jugendlichen im Keltendorf Gabreta. Im Juni gratulierte man Marianne Groß in Tunzenberg zum Sieg des Gartenwettbewerbes in Mengkofen. „Der Landkreismost-Sieger“ hieß Dionys Härtl und man gratulierte in Ganacker. Rund 1000 Besucher verzeichneten die Pilstinger beim Tag der offenen Gartentür. Im Juli bestritten die Ortschaften Prunn und Griesbach die Teilnahme beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft – Unser Dorf soll schöner werden“ und wurden mit Silber prämiert. Der Kreisverband informierte darüber hinaus über eine sinnvolle Obstverwertung. Das Fortbildungsangebot umfasste zudem Schnitt- und Veredelungskurse. Die Aktion des Bezirksverbandes „Niederbayern blüht auf“ fand großen Zuspruch. Auf der Internetpräsenz www.kv-gartenbauvereine-dingolfing-landau.de finden Mitglieder Wissenswertes rund um die Vereinsarbeit. Abschließend dankte Franz Aster reihum allen, die zum Erfolg beitragen.

Kassier Erich Winzinger, seit 1984 im Amt, berichtete über die Finanzen. Die Prüfung von Margit Günzkofer und Bernd Mündl gab keine Beanstandung und nach der Entlastung stellte Erich Winzinger den Haushalt 2018 vor. Es ist angedacht, mehr Geld in die Jugendarbeit fließen zu lassen.

Anschließend verabschiedete Franz Aster langjährige Kollegen aus der Vorstandschaft. Roland Girnghuber, seit 2006 zweiter Kreisvorsitzender, gab sein Amt frei. Franz Aster versäumte es nicht, auf Girnghubers Leistungen einzugehen. Seit 2004 leitet er die Geschicke seines Ortsvereines in Griesbach und baute die Kindergruppe „Griesbachstelzen“ auf. Mitunter sind die Erneuerung der Keltereianlage und ein Vereinsraum mit Küche im alten Schulgebäude seine Verdienste. Das 75-jährige Gründungsfest des Gartenbauvereins 2011 sowie der „Tag der offenen Gartentür“ waren bedeutende Ereignisse im Vereinsgeschehen. Zuletzt war es die erfolgreiche Teilnahme von Griesbach am Dorfwettbewerb mit Silberprämierung auf Bezirksebene, die Girnghuber viel Engagement abverlangte. Im Kreisverband profilierte er sich als Experte im Obstbau, leitete Veredelungskurse und ist seit Februar 2016 im Bezirksverband engagiert im Arbeitskreis Pomologie in Niederbayern. Girnghuber versprach, als Obstexperte weiterhin zur Verfügung zu stehen.

In Abwesenheit erinnerte Franz Aster ebenso die Verdienste des scheidenden dritten Vorsitzenden, Gottfried Brandner. Der gelernte Gärtner und Gartenbautechniker leitete die Klostergärtnerei in Mengkofen und stand dem Verein Gartenbau und Landespflege Weichshofen vorne an. Er gewann dreimal in Folge den deutschlandweiten Wettbewerb „Die schwerste Zwiebel“ und wurde mit seinem Prachtexemplar mit 2620 Gramm in das Heimatland dieser Zwiebelsorte nach England eingeladen. Besonders viel Arbeit steckte er in den Aufbau der Vereinskelterei zusammen mit seiner Frau. Anno 2011 übergab er den größten Ortsverein im Kreisverband an Harry Detterbeck. Mitunter rief Gottfried Brandner den Gartenmarkt ins Leben. 20212 erhielt er die Goldene Rose, die höchste Auszeichnung des Bayerischen Landesverbandes der Gartenbauvereine.

Die Neuwahlen leitete Landrat Heinrich Trapp. Per Handzeichen wählte die Versammlung wie folgt: Erster Vorsitzender Franz Aster (Ettling), zweite Vorsitzende Hildegard Hammerer (Frontenhausen), dritter Vorsitzender Harry Detterbeck (Weichshofen), Kassier Erich Winzinger, Geschäftsführer Andreas Kinateder, Jugendsprecher Manuela Lorenz, Beisitzer Franz Gringhuber, Beisitzer und Arbeitskreis Gartenpfleger Ludwig Reithmeier, Beisitzer Michael Weidner, Beisitzer Anton Radspieler, Beisitzer und Beauftragter für Lehrfahrten Thomas Hieninger, Beisitzer Ingrid Sattler, Beisitzer Gottfried Brandner, Kassenprüfer Margit Günzkoder und Bernd Mündl.

Andreas Kinateder stellte das Programm für 2018 vor. Bereits am 10. Februar findet ein Keltereikurs in Ergoldsbach statt. Alle Termine sind auf der Homepage abrufbar.



Landrat Heinrich Trapp, BGM Ottmar Hirschbichler und Alois Schrögmeier (v.l..) mit der neu gewählten Vorstandschaft und den ausgeschiedenen Mitgliedern mit Präsenten. Hinten v.l. Thomas Hieninger, Erich Winzinger, Michael Weidner, Franz Aster, Franz Girnghuber, Harry Detterbeck, Ludwig Reithmeier, Roland Girnghuber, Bernd Mündl, Anton Radspieler, Andreas Kinateder. Sizend v.l. Hildegard Hammerer, Manuela Lorenz, Johanna Niedermeier, Ingrid Sattler, Margit Günzkofer.

 

Weihnachtsbesuch im Landratsamt

Traditioneller Weihnachtsbesuch bei Landrat Heinrich Trapp

Der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege freut sich weiterhin über steigende Mitgliederzahlen. In den 53 Ortsvereinen im Landkreis sind aktuell mehr als 9.600 Mitglieder registriert. Rein rechnerisch ist damit jeder zehnte Landkreisbürger Mitglied in einem Gartenbauverein. Über diese positive Tendenz informierte Kreisvorsitzender Franz Aster Landrat Heinrich Trapp beim traditionellen Weihnachtsbesuch.

„Euer Erfolg kommt nicht von ungefähr“, sagte Landrat Trapp. „Die Gartenbauvereine leisten vorbildliche Jugendarbeit, sie sprechen von Jung bis Alt jede Altersgruppe an.“ Im Übrigen habe er sich sehr darüber gefreut, dass in diesem Jahr zwei Dörfer aus dem Landkreis – nämlich Griesbach und Prunn – beim Bezirksentscheid des Wettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“ mit Silbermedaillen ausgezeichnet wurden. Hier hätten die  Gartenbauvereine zusammen mit den Dorfbewohnern sehr gute Arbeit geleistet. Der Kreisverband würde, so Trapp weiter, nicht nur Umweltbildung und aktiven Naturschutz betreiben, sondern den Landkreis auch verschönern, zum Beispiel mit Baumpflanz-Aktionen.

Kreisvorsitzender Franz Aster, sein Vorstandskollege Roland Girnghuber und Kreisfachberater Andreas Kinateder bedankten sich bei Landrat Trapp für die Zuschüsse des Landkreises in Höhe von 3.000 Euro, die der Jugendarbeit zugute kamen. Die Einladung zur Kreisverbandsversammlung am 24. Januar in Ettling, zu der alle Ortsvereine eingeladen wurden, übergab Aster dem Landrat persönlich.


Mit einem Spezialitätenkorb bedankten sich Roland Girnghuber (links) und Franz Aster (2.v.r.) vom Kreisverband für Gartenbau und Landespflege bei Landrat Heinrich Trapp für seine Unterstützung während des zu Ende gehenden Jahres; rechts Kreisfachberater Andreas Kinateder.

Im kommenden Jahr bieten die Gartenbauvereine erneut ein attraktives Programm an. Kreisfachberater Kinateder nannte in einem Ausblick auf 2018 einige Termine, darunter Vorträge, Baumschnittkurse, Fahrten nach Wels zur Messe „Blühendes Österreich“ sowie zur Landesgartenschau in Würzburg, ein Mostwettbewerb und verschiedene Aktionen für den Nachwuchs. Besonders freut sich Kinateder auf den Streuobstwettbewerb für Kinder und Jugendliche. „Das ist eine gute Gelegenheit, um Obstbauwissen an junge Gartler weiterzugeben“, sagte Kinateder.


 

Anmeldung zu den Gartenpflegerkursen läuft

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Beim Klick auf die Fotos öffen sich die Flyer.

Unter Termine finden Sie zusätzliche Informationen.

 

Gartenpfleger-Treffen 2017

Alte und neue Sorten gleichermaßen im Blickfeld der Gartenbauvereine


Der Kreisverband für Gartenkultur und Landespflege Dingolfing – Landau lud am 8. November die Obstbauinteressierten zum alljährlichen Gartenpfleger-Treffen nach Aiglkofen zur Arbeitsbesprechung ein. Arbeitskreisleiter Roland Girnghuber und Kreisfachberater Andreas Kinateder konnten an die 70 Teilnehmer begrüßen.

Kinateder stellte den einwöchigen Kurs für Streuobstpflege in der LVFZ Kringell mit hochkarätigen Referenten der Landesanstalt für Landwirtschaft, der Landesanstalt für Wein und Gartenbau sowie erwerbsmäßigen Betreibern von Streuobstwiesen vor. Der Kurs mit hohem Praxisbezug, welcher jährlich stattfindet, ist sehr empfehlenswert. Nächster Tagesordnungspunkt war die Vorstellung von Geräten und Maschinen zur Obstauflese.

Roland Girnghuber berichtete über das Obstjahr 2017. Während letztes Jahr noch gut startete führte die Hitzeperiode im Verlauf dann zu Problemen führte, machte dieses Jahr der Spätfrost um den 18. und 19. April vieles zunichte, sodass der Ertrag heuer recht gering war. Etliche neue zukunftsträchtige Sorten wurden vorgestellt, von manchen aber auch abgeraten. Anschließend wurde die Sorte Weirouge vorgestellt. Einen Baum dieser Sorte erhält im Frühjahr jeder Ortsverein zur Förderung der Obstbaukultur und Verschönerung der Landschaft. Es handelt sich dabei um einen rötlich blühenden und rotfleischigen Apfel. Besonders interessant ist diese Sorte zur Verarbeitung in der Küche, da das Fruchtfleisch auch nach der Verarbeitung rot bleibt. Auch rote Apfelchips oder roter Saft sind mit dieser Sorte möglich. Weiter stellte Girnghuber Schutzsäckchen für Weintrauben vor. Diese Organzasäckchen sind wiederverwendbar und in unterschiedlichen Größen lieferbar. Sie schließen nur die Traube ein und halten Vögel oder Wespen fern.

Der Referent Jürgen Pompe, Streuobstwiesenbetreiber, Lohnmoster und Pomologe aus Neufahrn stellte anhand eines Vortrages und einer kleinen Obstausstellung ein Sortiment alter, empfehlenswerter Apfelsorten vor, welche auch verkostet wurden. Auf die Frage, an was man einen „allergenen Apfel“ erkennt empfahl er, einen Apfel anzuschneiden. Verfärbt sich dieser bald braun, kann er für Allergiker bekömmlicher sein. In etlichen der Neuzüchtungen wurde das Verbraunen herausgezüchtet. Es wird vermutet, dass Polyphenol die allergenen Stoffe im Apfel unschädlich macht. Äpfel mit hohem Polyphenolgehalt verbraunen beim Anschneiden schneller. Beim makellosen Apfel sind solche Eigenschaften unerwünscht und so enthalten viele für den Verkauf gezüchteten Sorten weniger Polyphenole als ältere Sorten. Als neuere, robuste Züchtung mit regelmäßigem Ertrag empfiehlt Pompe für Allergiker die Sorte „Santana“. Die sogenannte Alternanz, ein Manko das fast allen alten Sorten anhaftet bedeutet, dass ein Baum nur alle zwei Jahre trägt. Dann aber besonders stark.

Im Anschluss am Pompes Ausführungen warb Kinateder bei den Anwesenden in deren Vereinen weitere Mitglieder für die Teilnahme an Gartenpflegerkursen zu motivieren.

1. Vorsitzender des Bezirksverbandes Michael Weidner stellte die Termine zu den Kursen im Frühjahr 2018 vor. Der 3-tägige Grundkurs Ende Februar deckt mit Vorträgen und Praxiskursen zu Themenbereichen wie der Anlage des Gartens, der fachgerechten Düngung, über Obst- und Gemüsebau bis zur Pflanzenkunde- und verwendung eine große Bandbreite ab während ein Spezialkurs sich drei Tage rein mit dem Obstbau im Hausgarten beschäftigt. Die Kurse sind besonders empfehlenswert für interessierte Mitglieder der Vereine die sich weiterbilden wollen. Mitglieder aus den Gartenbauvereinen können sich ab jetzt über die Vorsitzenden der Vereine bei der Kreisfachberatung am Landratsamt für die Gartenpflegerkurse anmelden.

 

Kinder- und Jugendwettbewerb rund um die Streuobstwiese

Die Streuobstwiese als Ideenwerkstatt und Abenteuerspielplatz: Im Rahmen eines Kinder- und Jugendwettbewerbs werden besonders kreative Aktionen rund um dieses Thema prämiert. Landrat Heinrich Trapp, der Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege Andreas Kinateder sowie der Kreisvorsitzende der Gartenbauvereine Franz Aster haben sich diese Woche auf einer Streuobstwiese getroffen, um auf den Wettbewerb aufmerksam zu machen.

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Hintergrund ist die traurige Tatsache, dass Streuobstwiesen auf der Roten Liste der gefährdeten Biotop-Typen stehen. „Wenn niemand etwas unternimmt, dann wird es sie bald nicht mehr geben“, sagt Kreisfachberater Kinateder. Der Rückgang diese Biotope in den vergangenen 50 Jahren sei alarmierend.

Streuobstwiesen sind ein natürliches Genreservoir für fast vergessene, alte Obstsorten. Die naturbelassenen Wiesen und Gehölze bieten bedrohten Tier- und Pflanzenarten eine Vielzahl an Kleinbiotopen, die ihr Überleben sichern. Die Wiesen dienen der Heugewinnung, als Viehweiden und werden für die Imkerei eingesetzt.

Der Bayerische Landesverband für Gartenbau und Landespflege möchte nun mit der Aktion „Streuobst-Vielfalt – Beiß rein!“ darauf aufmerksam machen. Der erste Kinder- und Jugendwettbewerb dieser Art soll folgendermaßen ablaufen: Erfahrene Multiplikatoren gestalten im Laufe des Jahres 2018 spielerische, entdeckungsreiche und kulinarische Aktionen, in denen die junge Generation ihr Wissen über Streuobstwiesen ausbauen kann. Die Streuobstwiese wird so zur Ideenwerkstatt und zum Abenteuerspielplatz der Kinder und Jugendlichen. Gemeinsames Ernten und Verarbeiten des Obstes sowie die gemeinsame Erfahrung der großen Artenvielfalt auf der Streuobstwiese fördern das Gespür für den Wert des bedrohten Biotops und das soziale Miteinander.

Teilnahmeberechtigt sind Gartenbauvereine mit kinder- und jugendgerechten Aktionen rund um das Thema „Streuobstwiese“. Sie können auch mit ihrer eigenen Kinder- und Jugendgruppe antreten. Je nach örtlichen Gegebenheiten werden beispielsweise die Anzahl gesammelter Äpfel oder Aktivitäten rund ums Obstgehölz, aber auch Sonderaktionen wie Fotoprojekte oder Bastelaktionen beurteilt.

Am Ende des Wettbewerbsjahres 2018 entscheidet eine fachkundige, neutrale Jury des jeweiligen Kreisverbandes, wer es zur Preisverleihung schafft und 2019, im 125. Jubiläumsjahr des Landesverbandes, zur Landesgartenschau nach Wassertrüdingen fahren darf.

Der Kreisverband unterstützt die Vereine bei der Ideenfindung – unter anderem beim Gartenpflegertreffen im November, bei dem ein Pomologe alte Obstsorten vorstellt; bei der Kreisjugendversammlung im Februar, wo der Wettbewerb und die Teilnahmebedingungen  noch einmal detailliert vorgestellt werden; und bei einem Workshop für die Jugendbeauftragten und Vorsitzenden der Ortsvereine im Frühjahr, bei dem Ideen gesammelt werden, wie man das Wettbewerbsthema umsetzen könnte.

Nähere Informationen gibt’s bei Andreas Kinateder im Landratsamt (Telefon 08731/87-310, Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ).